Freitag, 2. Mai 2014

"Nebenan ein Mädchen" von Stefan Kiesbye

Bildrechte: Heyne Verlag
Nach langer Zeit habe ich nun endlich auch das erste Werk von Stefan Kiesbye gelesen, dessen Schreibstil ich nach "Hemmersmoor" verfallen bin.
In "Nebenan ein Mädchen" wird die Geschichte aus der Perspektive von Moritz erzählt. Moritz lebt in einem kleinen Ort im Norden von Deutschland und auch hier ist nicht alles so, wie es sein sollte.
Inzestuöse Verbindungen, rivalisierende Banden, dunkle Geheimnisse, die große Liebe, Verrat, Gewalt und sogar Mord. Vor keinem dieser Themen ist man in Kiesbyes erstem Buch sicher.
Mit seiner kompromisslosen Darstellung der Themen geht Kiesbye erneut den Untiefen der Menschheit auf den Grund. Zu was sind wir wirklich fähig? Nun ist alles Fiktion und dennoch gehen einem die explizit und hart geschriebenen Szenen an die Nieren.
Ich war froh, dass die Kapitel jeweils nur ein paar Seiten lang waren und konnte trotzdem nicht mit dem Lesen aufhören. Zu spannend war die Geschichte, die sich anfänglich etwas schleppend gestaltet, ab der Mitte des Buches aber an rasanter Spannung nichts zu wünschen übrig lässt.
Ich bin zugleich abgestoßen und fasziniert von der Gedankenwelt, in die Stefan Kiesbye mich eintauchen lässt.
Für mich einer der besten deutschen Autoren.
Das Buch bekommt klare 10 von 10 Punkten und ich bin schon jetzt auf das nächste Buch gespannt.

Titel: "Nebenan ein Mädchen"
Autor: Stefan Kiesbye
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 208 Seiten
ISBN: 9783453407695
Copyright Text: FranziskaL
Copyright Bild: Heyne Verlag

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