Samstag, 25. August 2012

"Personenschaden - Schwarz ermittelt" von Peter Probst

Copyright: dtv, 2011
Ein Selbstmord, den Schwarz miterlebte, lässt ihn nicht los. Noch Jahre später beschäftigt ihn der Fall. Kurzerhand entschließt er sich, einem bloßen Gefühl nachzugehen und besucht den Ort (Bahngleise in München), an dem damals alles passierte. Hier findet er Drohungen, die sich gegen dem Fahrer des Güterzuges richten, der damals am Selbstmord beteiligt war. Er besucht den Lokführer und ist auch schon in einem Geflecht aus Lügen, Schmerz, Hass und Rachegelüsten, das nur auf den ersten Blick den Stempel der Neonazis trägt. Schwarz muss sein ganzes Talent als Ermittler aufbringen, um aufzuklären, wer hier dem Lokführer an den Kragen will, denn dieser Jemand schreckt auf seinem Weg zu endgültigen Tat auch nicht davor zurück, Unbeteiligte zu töten...
Dieses Buch ist das erste, das ich von Peter Probst gelesen habe und ich bin restlos begeistert. Sein Ermittler Schwarz ist ein Münchner Brummbär, wie er im Buche steht, hat aber ein großes Herz und das macht ihn sympathisch. Sein Gespür bringt ihn immer wieder auf die richtige Spur. Dazu kommt, dass Probst mich mit detaillierten Beschreibungen Münchens und seiner Umgebung direkt in den Roman gerissen hat, weil ich viele der Orte kenne und mir die Handlungsorte so noch lebendiger vors innere Auge holen kann.
Mit seinen kurzen Kapiteln treibt er die Handlung schnell voran und man will immer noch ein Kapitel lesen und wissen, wie es weitergeht. Er verliert sich auch nicht in endlosen Beschreibungen von zwischenmenschlichen Problemen, sondern findet genau die richtige Balance, so dass man nicht nur an der vordergründigen Kriminalgeschichte, sondern auch an den Befindlichkeiten der Charaktere interessiert bleibt.
Ein echtes Kleinod und absolut zu empfehlen.
10 von 10 Punkten

Titel: Personenschaden
Autor: Peter Probst
ISBN: 9783423212649
Seitenanzahl: 240
Verlag: dtv

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